
Michael Drobnik, git. | Steffen Dralle, voc. & git. | Rainer Herbel, dr.| Georg Ratz, bs. | Stephane Leblond, harp
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Bad Luck
Blues vom NiederrheinBad Luck – das ist rauer, ungeschliffener Blues. Schweißtreibend und ohne Schnörkel präsentieren die fünf Musiker Interpretationen bekannter Klassiker sowie ihre eigenen Kompositionen.
Rund um Frontmann Steffen Dralle (voc./git.), dessen Stimme so schwarz ist wie das Wasser der Niers am Niederrhein, sorgen Michael Drobnik (git.) und der französische Blues-Harper Stephane Leblond mit ihrer erstklassigen Soloarbeit für abwechslungsreiche Momente und gute Unterhaltung.
Dass dabei immer genug Raum für spontane Improvisationen und eine Menge Spaß bleibt, garantiert die erfahrene Rhythmusgruppe mit Bassist Georg Ratz und Drummer Rainer Herbel.
Bad Luck – weil Blues keine Hintergrundmusik ist.
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Angefangen hat alles ja eigentlich ganz anders. Ursprünglich waren wir fast alles MC-Member und als wir so gemeinsam beim Mate-Tee saßen, stellten wir fest, dass wir ne komplette Band am Tisch hatten - auch wenn die einzelnen Leute teilweise über 15 Jahre nicht mehr aktiv Musik gemacht hatten. Nachdem es mit dem MC den Bach runterging, fanden wir uns wieder zusammen und beschlossen, das mit der Band mal in Angriff zu nehmen.
Nach einiger Sucherei wurden wir auch fündig und zogen in unseren genialen Proberaum in Krefeld ein. Zwischenzeitlich war der erste Bassist verlorengegangen, bzw. war erst gar nicht mit angetreten.
Bad Luck No. 1Also probten wir erst mal ohne Bassist, klingt zwar Scheiße, aber besser als nix. Die Musikrichtung war mit Blues/Bluesrock schnell gefunden und ab ging die Luzi - zumindest bis unser Sänger ne längere Auszeit nahm.
Bad Luck No. 2Also waren wir noch zu dritt. Egal, ZZ Top, Police und andere sind auch zu dritt in den Musik-Olymp eingezogen, wir machen das schon. Trotzdem hielten wir nach Sänger/-innen Ausschau und bald schon wurden wir fündig. Erst frohlockend mussten wir aber nach der ersten Hörprobe feststellen, dass nicht alle Sängerinnen auch singen können - Komisch, oder?
Bad Luck No. 3Also weiter zu dritt. Doch dann ein Lichtblick am Ende des Tunnels. Ein seltenes Exemplar der Gattung Bassist wurde von unserem Schlagzeuger erlegt und in den Probekeller verschleppt. Lief auch alles bestens, der Typ war sogar in nem MC, die Welt war schön. Nicht so schön war allerdings, dass besagter Bassmann dann irgendwann spontan entschloss, ne Tauchschule in Weissdergeierwo aufzumachen und schwupps - waren wir wieder zu dritt.
Bad Luck No. 4So langsam kam der Frust. Völlig deprimiert schalteten wir wieder mal Anzeigen und hinterließen unser Gesuch in unendlich vielen Internet-Foren. Doch siehe, Gott liebt die Musik der 12 Takte und bescherte uns im Handumdrehen einen neuen Bassisten. War zwar irgendwie anders drauf als der Rest der Truppe, aber trotzdem schien es zu funktionieren und es ging sogar mal vorwärts.
Nicht auszuhalten, so viel Glück. Fanden wir doch kurz darauf auch noch eine Sängerin und so langsam nahm die Sache Formen an. Wir kauften eine vernünftige PA, probten fleißig, schrieben die ersten eigenen Sachen und freuten uns des Lebens. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn Bassmann Nr. 3 entschloss sich kurzfristig, zu seiner Liebsten in ferne Bayern zu ziehen. So standen wir also wieder ohne Groove-Sektion da.
Bad Luck No. 5Ok, ok, wir kannten das ja schon. Besorgen wir einfach einen neuen Bassisten, ist ja auch kein Problem, die wachsen ja quasi auf Bäumen. Und siehe da, schon nach kurzer Zeit wurden wir erneut fündig - mit Ratz trat Basser Nr. 4 in unser ach so kurzes Bandleben. Tja, und weil das wohl irgend so ´ne komische Vorbestimmung war, ist der Kerl heute noch bei uns und passt wie Arsch auf Eimer.
Wir waren wieder deutlich auf dem aufsteigenden Ast, alles fügte sich und zum Glückes Überfluss tauchte auch noch Uwe, unser erster Sänger und Harp-Virtuose, wieder aus der Versenkung auf. So ging´s dann zu sechst weiter, Volldampf voraus Richtung Karriereleiter. Schließlich wollen wir ja alle unseren irdischen Jobs entsagen und nur noch von Sex & Drugs & Rock´n Roll leben, is klar.
Hey, merkt Ihr was? Schon zwei Absätze ohne Bad Luck, stimmt! Keine Panik, Freunde des modernen Musiker-Dramas, das Schicksal nahm seinen Lauf. Denn leider entschloss sich unsere Sängerin, die Segel zu streichen, zu wenig Zeit, zu viele andere Verpflichtungen, schade.
Bad Luck No. 6Tja, und da standen wir nun - die fünf Rocker ohne Namen. Bei dem ganzen hin und her waren wir nämlich noch nicht dazu gekommen, uns mal einen szenetypischen Namen zu geben. Aber angesichts unserer bewegten Historie fiel die Wahl dann schnell auf Bad Luck - was sonst.
Fast ein Jahr später ... Alles läuft gut, die Setlist wächst, regelmäßige Gigs bringen Laune und etwas Kohle, ein Studio-Termin für die erste CD ist bereits ins Auge gefasst ...Zack - Plötzlich, aber nicht ganz unerwartet, stehen wir von heute auf morgen ohne Sänger und Harp da. Tiefes Loch, Frust, Gigs absagen, alles Kacke - kurz gesagt Bad Luck No. 7
Nach etlichen Wochen des Suchens von neuen Sängern/Sängerinnen, zahlreichen Versuchen und Absagen, noch mehr Frust und der Entschluss, zu viert weiterzumachen. Da klingelt bei Ratz das Telefon ... Geza, Harp & Gesang, der Hammer - we're back to business!
Halt! Nicht so schnell ... Nachdem wir ruckzuck die ersten Gigs klargemacht haben, um auf die Schnelle mit dem neuen Mann live zu spielen, kam nach nur 2 Wochen die Absage: keine Zeit, zu viel Arbeit ... Da standen wir nun mit Gig und ohne Frontschwein, tolle Wurst oder auch Bad Luck No. 8
Naja, Zähne zusammenbeißen, mittlerweile sind wir ja Kummer gewohnt. Setlist und Stücke überarbeiten, so dass es auch ohne Harp und mit'n ollen Striker als Shouter geht - ging sogar. Da plötzlich, kurz nach dem uns Bad-Luck-No.7-Sänger verlassen hatte, eine Mail aus Essen: "Sucht Ihr noch nen Sänger und Harper?" Wie, wat? Ja klar suchen wir, was haben wir für'n Schwein, Frust raus - Stimmung rein. Also wieder von vorne Setlist, Songs, ... Ihr kennt das ja schon. Der Gig rückt näher ... und ... und ... na? Genau - Plötzlich war auch der neue Mann verschwunden, zu viel Arbeit, keine Zeit ... Ey, was haben wir denn verbrochen, wir sind doch echt tofte Kerle, mit denen man gut auskommen kann, haben nen 1a-Proberaum, Equipment, Gigs, Bier, Wasser und Brause am Start ... Warum laufen denn immer alle weg, warum hat uns keiner lieb? Fragen über Fragen oder Bad Luck No. 9
Egal, Augen zu und durch, wir machen jetzt zu viert weiter. Eventuell findet sich ab und an mal nen Gast, der die Harp trötet, jeder der Bock drauf hat ist herzlich eingeladen, aber dieses dauernde Hin und Her geht einfach zu sehr an die Substanz und bringt einen nicht weiter. Immerhin hat das ganze ja auch was gutes: Ne Kiste Bier reicht wieder länger und wir haben nen schönen neuen Song geschrieben: Bad Luck No. 7. Müsste mittlerweile zwar Bad Luck No. 19 heißen, aber bei unserem Glück lohnt sich das Umtexten wahrscheinlich eh nicht ...
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann rocken sie noch heute ...
... und zwar ab sofort (Anfang 2005) wieder zu fünft. Nachdem wir uns entschlossen hatten, ab und an mal nen Gastharper einzuladen und entsprechende Hinweise in einschlägigen Internet-Foren hinterließen, meldeten sich innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Leute. Einer - Stan aus Düsseldorf - ist mittlerweile bei uns hängen geblieben und wir freuen uns über nen amtlichen Trötensound, der den Songs das gewisse etwas an Blues-Feeling verleiht.
Einige Jahre später. mittlerweile ist es 2009. Stan schon länger wieder raus, Stephane schon ne ganze Weile drin, wir sind immer noch fünf und auf 'nem guten Weg, alles ist schön.
Jahre später, 2011. Nachdem wir eine erlebnisreiche Frankreich-Tour hinter uns haben, einen Drummer an die Polizei (Dienst, nicht Knast) und einen an den Alkohol verloren haben, sind wir nun mit unserem neuen Schlagzeuger Rainer Herbel bestens aufgestellt und sehen den nächsten Jahren gelassen entgegen ...
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